Es  gibt viele Erfolgsgeschichten.
Schreib deine eigene!

Nicht jeder Autor sucht Ruhm oder finanziellen Reichtum, die Motivation zu veröffentlichen ist sehr unterschiedlich. Dementsprechend ist für jemanden, der seine Familiengeschichte als Buch verewigen möchte, Erfolg etwas anderes als für jemanden, der als Schriftsteller sein Brot verdienen möchte. Dass ein finanzieller Erfolg machbar ist, haben aber schon viele Autoren bewiesen.

»Fifty Shades of Grey« – das am schnellsten verkaufte Taschenbuch aller Zeiten

Die  viel diskutierte erotische Roman-Trilogie »Fifty Shades of Grey« der britischen Autorin  E. L. James dürfte wohl die absolute Top-Story im Bereich des Self-Publishing sein. Ursprünglich als Fan Fiction auf entsprechenden Webseiten platziert, veröffentlichte E. L. James später die überarbeitete Version in Form von Fortsetzungsgeschichten auf ihrer eigenen Webseite. Im Mai 2011 wurde der erste Teil der Trilogie als E-Book und als Self-Publishing-Buch herausgebracht, der zweite Teil »Fifty Shades Darker« folgte im September 2011, der dritte und letzte Teil »Fifty Shades Freed« im Januar 2012. Aufgrund eines begrenzten Budgets war das Marketing damals in erster Linie auf Buch-Blogs im Internet und Mund-zu-Mund-Propaganda angewiesen. Mittlerweile haben die Bücher Bestsellerlisten in aller Welt erobert und einen Rekord als am schnellsten verkauftes Paperback aller Zeiten aufgestellt – und damit sogar »Harry Potter« getoppt. Die Rechte sind in 37 Länder verkauft worden, die Verkaufszahlen der Serie belaufen sich weltweit auf über 70 Millionen, eine Verfilmung folgte. Obwohl die literarische Qualität des Werks oft kritisiert wurde, ist die Autorin E. L. James mit diesem beispiellosen Erfolg nicht nur steinreich geworden, sondern wurde laut TIME Magazine 2012 auch zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt gezählt.

Nele Neuhaus – Erfolg made in Germany

Ihre im Vordertaunus angesiedelte Krimiserie mit den Ermittlern Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff, die Nele Neuhaus zunächst im Selbstverlag veröffentlichte bevor der Berliner Ullstein-Verlag sie 2008 entdeckte und unter Vertrag nahm, machte sie zu einer der meistgelesenen Krimiautorinnen im deutschsprachigen Raum. Ihre Taunuskrimis erreichten bisher eine Gesamtauflage von 5 Millionen Exemplaren, die Rechte wurden in 20 Länder verkauft, unter anderem nach Italien, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Holland, Korea, Russland, Brasilien, Polen, China, Tschechien, Kroatien, Griechenland und in die USA.

Marah Woolf – der Preis für erfolgreiches Self-Publishing

Die Leipziger Buchmesse passte sich dem Trend des Selbstverlags an und kürte im Jahr 2013 zum ersten Mal in der Geschichte eine Preisträgerin in der Kategorie Self-Publishing. Freuen konnte sich Marah Woolf, die ihre Fantasy-Romane als E-Books selbst herausgebracht hat. Insgesamt 70.000 Mal verkaufte Marah Woolf den ersten Roman ihrer Trilogie »Die Mondlichtsaga«. Ausgezeichnet fand die Jury jedoch nicht nur die Geschichte des Buches, sondern auch die Leistung der Autorin, die sich ganz allein um das Geschäft des Buchvermarktens kümmerte. Zuerst schickte die Autorin ihr Manuskript an verschiedene Verlage, ihr Buch wurde jedoch von allen fünfzehn Verlagen abgelehnt. Deshalb nahm die Autorin alles selbst in die Hand und veröffentlichte ihr E-Book schließlich im Internet. Nicht zuletzt über wichtige Kontakte zu ihren Lesern, die sie über soziale Netzwerke stets aufrecht erhält, brachte sie ihr Buch auf die E-Book-Reader vieler Menschen: Ein erfolgreiches, sich rechnendes und selbstverlegtes Buch.

Bestseller-Autor mit 15: »Eragon« als Millionen-Bestseller

Zu den größten Erfolgen in der Geschichte selbstverlegter Bücher kann sicher Christopher Paolinis »Eragon« gezählt werden. Paolini, ein Fantasy-begeisterter Teenager, hatte bereits mit 15 Jahren begonnen, an der Geschichte zu schreiben. Seine Eltern waren von dem Manuskript so begeistert, dass sie beschlossen, es im Eigenverlag zu veröffentlichen. Bei der darauffolgenden Promotions-Tour durch die USA stürmte es die Bestsellerlisten – auf der New York Times Kinderbuch-Bestsellerliste war es für über zwei Jahre platziert. »Eragon« wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Die ersten beiden Bände der vierteiligen Reihe verkauften sich weltweit über 20 Millionen Mal; die Verfilmung spielte international einen Erlös von über 240 Millionen US-Dollar ein.

Hugh Howey – innerhalb eines Jahres in 20 Sprachen übersetzt

»Silo« wurde durch die Macht der Leser zu einem Erfolg und lenkte die Aufmerksamkeit der Medienindustrie auf sich.  Seit 2011 veröffentlichte Howey seine Wool-Serie im Internet und lehnte dafür sogar attraktive Angebote verschiedener Verlage ab. Für nur 99 Cent bot er seine Arbeit online an und die kleine Geschichte stieß direkt auf das Interesse einer breiten Leserschaft. Der in Florida lebende Autor schrieb deshalb weiter an seiner Geschichte und brachte im Sommer 2012 einen Roman mit 500 Seiten auf den Markt. Seine Arbeit und der Selbstverlag zahlten sich aus: Das Buch »Silo« wurde bereits in 20 Sprachen übersetzt. Die Rechte an der deutschen Übersetzung des Buches, einer Science-Fiction-Geschichte, sicherte sich der Piper-Verlag. Hugh Howey hat bereits Angebote bekommen, sein selbstverlegtes Buch zu verfilmen – ein Self-Publishing-Erfolg auf ganzer Linie.

Wenn einer der großen Publikumsverlage an die Tür klopft …

Als Erfolg kann es natürlich auch gewertet werden, wenn nach dem Veröffentlichen im Self-Publishing einer der großen Publikumsverlage auf Dein Buch aufmerksam wird. Auch hierfür gibt es Dutzende, wenn nicht Hunderte Beispiele.

Rowling, Cohello, McEwan: Vom großen Verlag zum Self-Publishing

Dass es aber auch genau umgekehrt gehen kann – dass ein Autor eines altherkömmlichen Verlags anfängt, seine Bücher in Eigenregie zu veröffentlichen – ist ebenso üblich. Ein sehr bekanntes Beispiel ist die Erfolgsautorin Joanne K. Rowling, die sich dazu entschied, die elektronischen Ausgaben des Zauberschülers Harry Potter in Eigenregie zu vertreiben. Andere Bestseller-Autoren wie Paulo Coelho und Ian McEwan sind bezüglich ihrer E-Books ebenfalls eigene Wege gegangen. Bei Betrachtung des klassischen Honorarmodells im Belletristikbereich (Honorare von 6%) ist es nicht verwunderlich, dass Autoren beginnen, den Publikationsweg über den Verlag in Frage zu stellen.

Wenn Du lesen willst, was etablierte Medien von Self-Publishing halten und wie sie über die neue Möglichkeit, zu publizieren, berichten – lies es hier!